Details
ISBN/EAN: 978-3-89534-969-0
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
14.11.2014
14.11.2014
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
288 S., 124 s/w Fotos, 35 Farbfotos, 159 Illustr.
288 S., 124 s/w Fotos, 35 Farbfotos, 159 Illustr.
Format (T/L/B):
2 x 24.5 x 17 cm
2 x 24.5 x 17 cm
Hersteller:
Verlag für Regionalgeschichte UG
Dr. Dirk Paßmann
buchverlag@regionalgeschichte.de
Soester Straße 13
DE 48155 Münster
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Dr. Dirk Paßmann
buchverlag@regionalgeschichte.de
Soester Straße 13
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Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford
2015, Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford 22
Noch nicht lieferbar
Unser Tipp für Sie
Viele Titel - auch ältere - haben wir am Lager vorrätig. Fragen Sie gern an!
Beschreibung
Geschichten, die aufklären. Geschichten, die informieren. Geschichten aus der Heimat. Geschichten mit Geschichte. So könnte man es zusammenfassen, das neue Historische Jahrbuch für den Kreis Herford. Und wieder einmal ist ein gleichsam überraschendes wie hochwertiges Werk gelungen. Zehn Beiträge - allesamt von heimischen Autoren, allesamt mit historischem Hintergrund. Damit aber haben sich die Gemeinsamkeiten schon erschöpft. Thematisch präsentiert sich das Werk wie gewohnt vielfältig.
Über Kreisheimatverein Herford, Kommunalarchiv Herford
Kreisheimatverein Herford. Gegründet 1937. Der Kreisheimatverein hilft weiter. Wenn es um Geschichte, Natur und Kultur des Wittekindslands geht. Unser Team nimmt die Dinge in die Hand. Geschichtsfeste und Regionalkonferenzen gibt es bei uns regelmäßig. Wenn es die Zeit erlaubt, auch gerne Ausstellungen. Lesestoff von XS bis XXL: Vierteljährlich kommt HF-Heimatkundliche Beiträge, das Geschichtsmagazin in der NW. Alle Jahre wieder das Historische Jahrbuch. Die Herforder Forschungen gibt es unregelmäßig. www.kreisheimatverein.de Bücher im Verlag für Regionalgeschichte: Historisches Jahrbuch für den Kreis Herford, 1 / 1993 - 22 / 2015, 1992-2014 Unterwegs im Wittekindsland. Ein Komm-mit-Buch für Kinder im Kreis Herford, 2005, 6. Auflage 2015 Unterwegs im Wittekindsland. Eine CD mit Materialien für Lehrkräfte, 2005, 3. Auflage 2012
Rezension
Werner Heese war ein Abenteurer, er kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg. Der Polizist Carl Hohmuth hatte dem übertriebenen Alkoholkonsum den Kampf angesagt. Vom Ansatz her könnten zwei Biographien unterschiedlicher kaum sein.
Neuland betritt Christoph Knüppel mit seinem Aufsatz über den Herforder Polizei-Inspector Carl Hohmuth. Bis zu 300 Namen umfasse eine von der Polizei angelegte Trinkerliste. Zur Dokumentation seiner Arbeit verfasste Hohmuth die Flugschrift 'Der Kampf der Polizei-Verwaltung in Herford gegen den Missbrauch geistiger Getränke'. Ganz wichtig: Der Polizeiinspektor kam nicht mit der plumpen Moralkeule, sondern bat die Ehefrauen der trinkfreudigen Männer zu sich. Zu einem zweiten Termin kamen beide Ehepartner. Dem Polizisten ging es darum, auf die Gefahren des Alkohols – bis zur Entmündigung – hinzuweisen. Diese Vorgehensweise machte als 'Herforder System' Schule.
Einen für einen Historiker ungewöhnlichen Ansatz hat Thorsten Heese gewählt. Es ist eine persönliche Annäherung, gleichzeitig hat sein Bild des Großonkels Werner Heese eine neue – negative – Facette bekommen. 'Er war ein Opportunist', musste Heese feststellen. In der Familie hatte er das Image des Abenteurers, so kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Faschisten. Zuerst war Werner Heese als Dolmetscher tätig, später trat er in die Legion Condor ein. Der Held, der er in den Familienerzählungen war, wurde im Zuge der Recherchen immer brüchiger. Probleme, sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR an ein neues System zu gewöhnen, hatte er offenbar nicht. Thorsten Heese: 'Mein Großonkel hat auch da funktioniert.' Diese Entmystifizierung folgt laut Autor einem wichtigen Ansatz. Es geht ihm darum, die Verstrickung der 'normalen Menschen' in eine Diktatur herauszuarbeiten. Immer nur ein paar Mächtige zu nennen und zu dämonisieren, sei zu einfach, so Heese.
Hartmut Horstmann, in: Westfalen-Blatt, 14.11.2014