Details

ISBN/EAN: 978-3-518-42793-4
Einband: Leinen
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
254 S.
Format (T/L/B):
2.6 x 20.4 x 12.7 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios

Unser Tipp für Sie

Die zwölfjährige Luisa flieht Anfang 1945 mit Mutter und älterer helming-klein.jpgSchwester aus Kiel. Auf dem Gut des Onkels versucht das verträumte Mädchen, seinen Weg ins Erwachsenerden zu finden und das Leben zu verstehen.

Bewegend und erschütternd zu lesen!

Beschreibung

Ein Kind im Krieg: Anfang 1945 muss die zwölfjährige Luisa Norff mit ihrer Mutter und der älteren Schwester aus dem bombardierten Kiel aufs Land fliehen. Das Gut ihres Schwagers Vinzent, eines SS-Offiziers, wird ein unverhoffter Raum der Freiheit: Kein Unterricht mehr, und während alliierte Bomber ostwärts fliegen und immer mehr Flüchtlinge eintreffen, streift die Verträumte durch die Wälder und versucht das Leben diesseits der Brände zu verstehen: Was ist das für eine Beunruhigung, wenn sie den jungen Melker Walter sieht, wer sind die Gefangenen am Klostersee, wohin ist ihre Schwester Billie plötzlich verschwunden, und von wem bekommt die Perückenmacherin eigentlich die Haare? Und als ihr auf einem Fest zu Vinzents Geburtstag genau das widerfährt, wovor sich alle Frauen in jenen Tagen fürchten, bricht Luisa unter der Last des Unerklärlichen zusammen. War Ralf Rothmanns großer, in fünfundzwanzig Sprachen übersetzter Roman Im Frühling sterben ein aufwühlendes Drama am Rand der Schlachtfelder, so ist Der Gott jenes Sommers eine ebenso erschütternde Geschichte über das Klima von Verblendung und Denunziation in den letzten Monaten eines Krieges, der jedem für immer die Seele verdunkelt und schon eine Zwölfjährige mit Recht sagen lässt: 'Ich hab alles erlebt.'

Über Ralf Rothmann

Informationen zu Ralf Rothmann auf suhrkamp.de

Rezension

»Ralf Rothmann erzählt meisterhaft von der Selbstbehauptung eines Mädchens in den Wirren des Krieges.«»Das Kleingedruckte der Geschichte liege unter der Erde und könne jederzeit explodieren, hat [Alexander] Kluge bemerkt. Für Rothmann ist es explodiert und hat seine wichtigen jüngsten Romane gezeitigt.«»Rothmanns eigensinniger, eichenalter Grimm ist so poetisch wie schonungslos.«»Warum hat Ralf Rothmann eigentlich noch nicht den Büchnerpreis? Seit dreißig Jahren ist er im literarischen Geschäft eine feste Größe, bei Kritik und Käufern gleichermaßen beliebt und nun gar Spitzentitel im Hause Suhrkamp – kurzum: ein Klassiker.«»Rothmann hat aus den Bruchstücken unterschiedlichster Biografien erneut ein kluges und — das mag noch immer eine Provokation sein — sinnliches Prosawerk geschaffen. Seine erschreckend anschaulichen Antikriegsromane sollten Schullektüre werden. Gute Literatur erzählt so viele Dinge, die eine Geschichtsstunde nicht darstellen kann.« »Mit der Erinnerung daran, ... dass man auch im Untergang inneren Adel zeigen kann, singt Der Gott jenes Sommers das hohe Lied der Humanität. Ohne jeden Sonntagsredenschmu.« »Ralf Rothmann hat einen grandiosen Roman geschrieben, er beschreibt mit einer souveränen Selbstverständlichkeit, weder übertrieben gefühlig noch unterkühlt.« » Der Gott jenes Sommers ist ein noch gewagteres ... Buch als der Vorgänger Im Frühling sterben. ... Überspitzt gesagt, lässt sich Der Gott jenes Sommers als ein weiterer Schlüssel für das Werk von Ralf Rothmann begreifen.« »Mit existentieller Wucht, aber nicht ohne Humor erzählt Ralf Rothmann aus der Perspektive einer Zwölfjährigen vom Schrecken der letzten Kriegsmonate.«»Während man ... liest, denkt man, dass Rothmanns Bücher unbedingt in den Schulunterricht gehören. Was ein Krieg für einen jungen Menschen bedeutet, davon handelt dieses bewegende Buch.«»Es ist wahr: Auf merkwürdige Weise vermittelt auch dieser Roman durch seine erzählerische Atmosphäre den Eindruck, als wäre er in den fünfziger Jahren geschrieben worden ... Rothmann bleibt immer sehr nahe an den Erfahrungen seiner Figuren.«»Ralf Rothmann hat einen eindringlichen Roman entworfen ... «