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ISBN/EAN: 978-3-89534-924-9
Einband: Keine
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Erschienen am:
18.11.2011
18.11.2011
Umfang:
416 S.
416 S.
Format (T/L/B):
25cm x 17cm cm
25cm x 17cm cm
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Unser Tipp für Sie
Über Birgit Meineke
statt Autorin steht hier das Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
Allgemeines zum Inhalt des Westfälischen Ortsnamenbuches 9
Die Ortsnamen des Kreises Herford 23
Ortsnamengrundwörter und -suffixe 307
Erläuterung ausgewählter Fachausdrücke 333
Literatur-, Quellen- und Kartenverzeichnis 339
Register 385
Rezension
Uffeln, Hiddenhausen, Besenkamp: An originellen Ortsbezeichnungen mangelt es dem Kreis Herford nicht. Mit Bedeutung und Herleitung hat sich die Historikerin Dr. Birgit Meineke beschäftigt. Die Ergebnisse lassen sich in dem neuen Buch 'Die Ortsnamen im Kreis Herford' nachlesen.
Dem Kreis Herford mangelt es nicht an originellen Ortsnamen. Viele lassen sich auf topographische Gegebenheiten zurückführen, manche verweisen auf Personen – zum Beispiel Hiddo (Hiddenhausen).Freuen sich über das neue Buch, in dem 230 Ortsnamen erläutert werden: (von links) Michael Kristen (Sparkasse Herford), Gerd Heining, Stellvertretender Landrat Hartmut Golücke, Dr. Kirstin Casemir und Dr. Birgit Meineke. Foto Hartmut Horstmann
Gestern hat Birgit Meineke das Buch im Haus des Sponsors, der Sparkasse Herford, vorgestellt. Viel Lob erhielt sie bei der Präsentation, so meinte der stellvertretende Kreisheimatfpfleger Gerd Heining: 'Ich kann gar nicht sagen, wie begeistert ich bin.'
230 Siedlungsnamen umfasst die Publikation – als vierter Band des Westfälischen Ortsnamenbuches. Insgesamt 48 Bände sind vorgesehen, 20 aus Westfalen und 28 aus Niedersachsen. 'Am Ende werden wir wohl auf etwa 55.000 Ortsnamen kommen', sagt Mitherausgeberin Kirstin Casemir.
Einen wichtigen Beitrag hat Birgit Meineke geleistet. In Frage kamen Siedlungsnamen, soweit sie vor 1600 bezeugt waren. Verschiedene Aussagen und Rahmenbedingungen lassen sich den Bezeichnungen entnehmen. So komme in vielen Ortsnamen die räumliche Lage zum Ausdruck.
Ein Beispiel hierfür liefert Uffeln, jener Stadtteil Vlothos an der Grenze zu Porta Westfalica. Ortsnamen mit Uffeln gebe es vor allem im Bereich nördlich der Mittelgebirge und südlich der norddeutschen Tiefebene, hat Meineke festgestellt. Das Wort 'Uffeln' setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: 'Uf' bedeutet 'unterhalb von', Die zweite Silbe lässt sich laut Meineke zurückführen auf 'lan' oder 'lon' (Waldbereich). Uffeln könnte demnach 'Unterhalb von lichten Wäldern' heißen. Typisch für Uffeln-Ortschaften sei die Hanglage.
Mit der räumlichen Situation hat auch der Name 'Elverdissen' zu tun. Der Ortsname bezeichne ursprünglich eine Ansiedlung an der Kante eines Flusses.
Auch Herford verweist nicht auf einen Herrn, sondern ebenfalls auf einen Ort: Eine Doppelfurt (Werre und Aa), durch die ein großes Heer gelangen kann.
In eine andere Richtung führt Hiddenhausen. Der Ort bezeichne eine Siedlung 'bei den Häusern des Hiddo', heißt es in dem Buch. Unklar ist, welche Person, vermutlich ein Adeliger, sich hinter dem Kurznamen Hiddo verbirgt.
Die Historikerin Birgit Meineke hat herausgefunden, dass sich im Kreis Herford sehr alte Namentypen finden. Diese können in ihrer Bildeweise bis in die Zeit um Christi Geburt oder sogar noch früher zurückführen – Stichwort Bünde, Dünne, Exter, Siele.
Die über Sprechergenerationen hinweg entstandene Namenlandschaft erweist sich so als mehrschichtiges Gebilde. So finden sich auch Hinweise auf klösterliche oder rechtliche Gegebenheiten: zum Beispiel Klosterbauerschaft oder Stedefreund.
Hartmut Horstmann, in: Westfalen-Blatt, 24.11.2011