Details

ISBN/EAN: 978-3-518-58591-7
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
349 S.
Format (T/L/B):
3 x 20.5 x 13 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


Weitere Details arrow_forward_ios

Briefwechsel 1961-1981

und weitere Materialien

Über Hans Blumenberg, Jacob Taubes

Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ›Halbjude‹. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls . Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.


Jacob Taubes (1923-1987) war zuletzt Professor für Judaistik und Hermeneutik an der Freien Universität Berlin sowie ständiger Gastdozent an der Maison des Sciences de l'Homme in Paris.

Rezension

»Blumenberg [stellt] seine Kunst der schneidend klaren, an den Rändern ironisch aufblitzenden, dabei aber doch nie verletzenden Formulierungen unter Beweis. «»Eine spannende Zeitreise in die bundesrepublikanische Geistesgeschichte. Über Theologie und Theodizee miteinander in Streit geratend, kämpfen die beiden Philosophen nicht nur um die Sache sondern auch um ihren Rang.«»Nun wird dem, dem Einsicht in die Korrespondenz gewährt wird, neben viel Inhaltlichem zugleich viel brillant Stilistisches offenbart ... Ein Wort zur Präsentation. Sie ist mit Anmerkungen, zusätzlichen Quellen und präzisen Kommentaren mustergültig angelegt worden.«»... es gibt Briefwechsel, die den späten Leser gerade durch das Pulsieren der Verletzlichkeiten in seinen Bann ziehen, die Hoffnung wecken, die Stimmung einer Zeit, eines Milieus, eines Diskurszusammenhangs nachfühlen zu können. Der Briefwechsel zwischen Hans Blumenberg und Jacob Taubes ist so ein Fall.«»Ihr Briefwechsel zeugt vom Glanz einer verlorenen Debattenkultur ... Dieser Briefwechsel bringt uns jene ferngerückten akademischen Sixties wieder ganz nahe, in denen ständig etwas Neues zu entdecken war.«»Ideengeschichte, verdichtet zum Bildungsroman der Bundesrepublik«»Der Krimi des Briefwechsels endet damit mit einer Leiche ohne Mord. Bis dahin beschreibt er eine auch durch die persönlichste Anteilnahme gehende Auseinandersetzung zwischen zwei am Ende unvereinbaren Positionen.«»Selten wird so kunstvoll miteinander gerungen, wie es diese zwei höchst eigentümlichen Professoren taten. Hier prallen zwei faszinierende Welten aufeinander.«