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ISBN/EAN: 978-3-462-00445-8
Einband: Englische Broschur
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
471 S.
Format (T/L/B):
3 x 19 x 12.8 cm

Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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Bahnhofsvorplatz 1
DE 50667 Köln


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Beschreibung

Willkommen in der Welt von Glitterschnitter: ein großer, wilder Roman über Liebe, Freundschaft, Verrat, Kunst und Wahn in einer seltsamen Stadt in einer seltsamen Zeit. Die Lage ist prekär: Charlie, Ferdi und Raimund wollen mit ihrer Band Glitterschnitter den Weg zum Ruhm beschreiten, aber es braucht mehr als eine Bohrmaschine, ein Schlagzeug und einen Synthie, um auf das Musikfestival Wall City Noise zu kommen. Wiemer will, dass H. R. ein Bild malt, aber der will lieber eine Ikea-Musterwohnung in seinem Zimmer aufbauen. Frank und Chrissie wollen die alte Trinkerstube Café Einfall zur kuchenbefeuerten Milchkaffeehölle umgestalten, aber Erwin will lieber einen temporären Schwangerentreff etablieren.

Über Sven Regener

Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Schriftsteller. Seine Romane Herr Lehmann (2001), Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2008), Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013), Wiener Straße (2017) und Glitterschnitter (2021) waren allesamt Bestseller. Sie wurden verfilmt und in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien Sven Regeners Essay Zwischen Depression und Witzelsucht. Humor in der Literatur (2024).

Rezension

Dieses Buch macht gute Laune, es ist so, als würde man mit Kacki, P. Immel, H. R. Ledigt und dem ganzen irren Westberliner Haufen in einer WG wohnen. Arg!Wenige Schriftsteller gehen mit ihren Figuren so liebevoll um wie Regener.Traumhaft sicher findet Sven Regener die wirklich schrägen Details der Zeitgeschichte.Was und wie er schreibt, zeugt von tiefer Menschenkenntnis. Was ließe sich Besseres über Literatur sagen.Es ist ein wilder Roman, schillernd und beweglich, klug und komisch und manchmal nachdenklich. Ein wunderbares Wiedersehen mit alten Freunden aus Sven Regeners Figurenkosmos, und eine Erinnerung an das alte Westberlin, an seine Träumer und Lebenskünstler.Von Regeners urkomischen, weil haarscharf am Irrwitz der Wirklichkeit entlanggeschriebenen Dialogen im Sound der Zeit und der Melancholie, die alles durchweht, wenn er auf Durchzug stellt, kommt man schwer los.Ohne Liebe geht es nicht - das ist die Grundmelodie dieses wunderbaren Romans: ohne Liebe kriegt "Glitterschnitter" nicht den richtigen Bohrmaschinen-Sound, ohne Liebe wird Frank Lehmann die Milch nicht gut aufschäumen, und ohne Liebe ließe sich von all diesen herrlichen Kapeiken und ihren momentweise weltbewegenden Aktivitäten nicht so hinreißend komisch erzählen. Wenn die Trommeln sprechen - und der Regener schreibt -, dann schweigt der Kummer.Selten zuvor hat Regener die Verfasstheit seines Westberliner Panoptikums dermaßen auf den Punkt gebracht.(...) mit immer rasanterem Tempo schimmern hinter der trockenen Situationskomik entlarvende Wahrheiten über Freundschaft, Liebe und die Kunst auf. So kennt man das bei Regener – doch nie zuvor hat es so viel Spaß gemacht.