Details
ISBN/EAN: 978-3-447-11472-1
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2020
1. Auflage 2020
Erschienen am:
29.09.2020
29.09.2020
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
VIII, 306 S., 10 Fotos
VIII, 306 S., 10 Fotos
Format (T/L/B):
2.5 x 24.5 x 17.6 cm
2.5 x 24.5 x 17.6 cm
Hersteller:
Harrassowitz Verlag GmbH & Co.KG
Steffen Schickling
produktsicherheit.verlag@harrassowitz.de
Kreuzberger Ring 7c-d
DE 65205 Wiesbaden
https://www.harrassowitz-verlag.de/imprint.ahtml
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Das Theater der Zärtlichkeit
Affektkultur und Inszenierungsstrategien in Tragödie und Komödie des vorbürgerlichen Zeitalters (1630-1760), culturae 18, intermedialität und historische anthropologie
Voraussichtlich lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen
Beschreibung
Die Beiträge des Sammelbands diskutieren die These, dass sich im 17. Jahrhundert das Paradigma der ,Zärtlichkeit' ausbildet, das ein neues Verständnis von Liebe, Familie und Geschlechterbeziehungen hervorbringt und das zugleich die Basis legt für die Genese der empfindsamen Gefühlskultur des 18. Jahrhunderts. Hierzu werden erstmals in einem systematischen und übergreifenden Ansatz Forschungen zur Rolle der ,Zärtlichkeit' in unterschiedlichen sozialen Kontexten (etwa mit Blick auf die galante tendresse der höfischen Gesellschaft Frankreichs oder auf die Zärtlichkeit des zivilen Klassizismus in Deutschland) und in den verschiedenen Ausprägungen des Theaters (Tragödie, Komödie, Oper) zusammengeführt. Damit wird die Möglichkeit eröffnet, die bisherigen nationalen und disziplinären Perspektiven neu zu reflektieren und einschlägige Autoren und Werke (so etwa Corneille, Molière, Racine, Tirso de Molina, Voltaire, Lessing, Goldoni) in jenem interkulturellen Kontext zu verorten, in dem sich die dynamische Transformation von ,Zärtlichkeit' zu ,Empfindsamkeit' vollzieht. Dies wird dadurch geleistet, dass sowohl die Konzeption des Theaters der Zärtlichkeit um 1630 herausgearbeitet als auch dessen Transformationen und Modifikationen bis 1760 paradigmatisch behandelt werden.