Der Gesang der Flusskrebse
Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte von Kya in ihren Bann gezogen.
Anfang der fünfziger Jahre lebt die sechsjährige Kya mit ihren Eltern und älteren Geschwistern in einer armseligen Hütte im Marschland an der Küste North-Carolinas.
Vor dem gewalttätigen Vater fliehen nach und nach alle Familienmitglieder. Irgendwann kommt auch der Vater nicht mehr zurück. Kya lernt, auf sich gestellt zu überleben. Sie wird zur Expertin der Flora und Fauna des Marschlandes, findet einen Freund, der ihr dabei hilft, Lesen und Schreiben zu lernen, tauscht Muscheln und Fische gegen lebensnotwendige Dinge ein. Sie wächst zu einer selbstbewussten, aber einsamen jungen Frau heran.
Im Jahr 1969 - dem zweiten Erzählstrang - wird ein junger Mann tot im Marschland aufgefunden - ein ehemaliger Geliebter Kyas. Das "Marschmädchen” wird verhaftet.
Berührend aber nicht rührselig. Darum mag ich dieses Buch.